| HEILPFLANZEN |
Cnicus Benedictus - Kardobenediktenkraut |
Cnicus benedictus (syn. Calcitrapa benedicta, Carbenia benedicta, Carduus benedictus, Centaurea benedictus);

Kardobenediktenkraut (syn. Benediktenkraut, Benediktenwurzel, Benediktinerdistel, Bitterdistel, Kardobenedikte) |
| Das Benediktenkraut ist in der Mittelmeerregion und Kleinasien, von Portugal im Norden bis Frankreich und Italien im Süden und vom Balkan bis zur Türkei im Osten und in Nordafrika beheimatet. In Mittel-, Osteuropa und den Britischen Inseln wurde das Benediktenkraut als Heilpflanze kultiviert und verwilderte. Auch in vielen anderen Teilen der Welt ist es ein Neophyt. |
| Die distelähnliche, einjährige, krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen von etwa 60 Zentimetern. Die Laubblätter sind bis zu 30 cm lang und 8 cm breit mit kleinen Stacheln am Blattrand. Der körbchenförmige Blütenstand hat einen Durchmesser von 3 bis 4 cm und enthält viele gelbe Röhrenblüten, die von vielen stachligen Hüllblättern umgeben sind. |
| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
| Cnici benedicti herba (syn. Cardui benedicti herba, Herba Cardui benedicti, Herba Cnici benedicti); Benediktenkraut (syn. Benediktinerkraut, Bitterdistelkraut, Distelkraut, Kardobenediktenkraut, Spinnendistelkraut), die getrockneten Blätter und krautigen Zweigspitzen mit den Blüten. |
| WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE |
Äther. Öl (0,03 %), Bitterstoffe (0,2-0,7 %, besonders Cnicin, ein ungesättigtes Sesquiterpenlacton, sowie Artemisiifolin, Salonitenolid und Arctigenin), Triterpene (α-Amyrin und Derivate), Flavonoide, Mineralien. 
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| Förderung der Speichel- und Magensaftsekretion. In pharmakologischen Untersuchungen wurden weiterer Wirkungen nachgewiesen. Bei diesen handelt es sich im einzelnen um die ödemhemmende Wirkung von Cnicin, eine antimikrobielle Wirkung von ätherischem Öl, Cnicin und Polyacetylenen, eine Anti-Tumor-Wirkung eines aus Frischpflanzen gewonnenen und gereinigten Extrakts sowie um cytotoxische Effekte von Cnicin. |
| Innerlich bei Appetitlosigkeit und dyspeptischen Beschwerden. In der Volksheilkunde als Amarum bei Leber- und Gallenleiden sowie bei Herzfunktionsstörungen und Fieber; äusserlich als lokales Wundheilmittel bei Geschwüren und Frostbeulen. |
1. Cnicus benedictus HAB1, die frischen, oberirdischen Teile blühender Pflanzen.

2. Cnicus benedictus, äthanol. Decoctum HAB1, die frischen, oberirdischen Teile blühender Pflanzen.

3. Cnicus benedictus spag. Zimbel HAB1, die ganze, frische blühende Pflanze. Anwendungsgebiet: chronische Lebererkrankungen. |
| Der Gattungsname Cnicus geht - Bezug nehmend auf die stacheligen Hüllkelchblätter - auf das griechische knizein (quälen) zurück, während benedictus unterschiedlich gedeutet wird. Da benedictus (lat, gesegnet) einerseits auf die der Pflanze nachgesagte Heilkraft hinweist, könnte andererseits auch ein Zusammenhang mit dem heiligen Benediktus bzw. den die Pflanze anbauenden Benediktinermönchen bestehen. Bei den Schriftstellern der Antike findet die Pflanze keine Erwähnung, wohl aber in nahezu überschwenglicher Weise in den Kräuterbüchern des späten Mittelalters. |
| Letzte Änderung: 07.10.2010 / © W. Arnold |
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Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004. |
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A. Poletti; H. Schilcher; A.Müller: HEILKRÄFTIGE PFLANZEN, Walter Hädecke Verlag, (1982). ISBN 3-7750-0104-2. |
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Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. |
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M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002. |
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H. Schilcher: Kleines Heilkräuter-Lexikon; Walter Hädecke Verlag, 1999; ISBN 3-7750-0316-9. |
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Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008. |
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Wikipedia; Freie Enzyklopädie. |
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L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988. |
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Familie
Unterfamilie
Gattung
Art |
Asteraceae
Carduoideae
Centaurea
Benediktenkraut
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Wiss. Bez. |
Centaurea benedicta |
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Nicht anwenden bei Magen- oder Darmgeschwüren oder Krankheiten, bei denen eine Steigerung der Magensaftsekretion unerwünscht ist! |
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Benediktenkraut wird als Bitterstoffträger bei der Herstellung von Kräuterlikören und für Gewürzextrakte verwendet. Das fette Öl der Früchte kann zur Seifenfabrikation verwendet werden |
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