| HEILPFLANZEN |
Citrullus colocynthis - Koloquinthe |
Citrullus colocynthis (syn. Citrullus officinalis, Colocynthis vulgaris, Cucumis colocynthis);

Koloquinthe (syn. Pomaquinte, Alhandal, Koloquintenkürbis, Puriergurke, Teufelsapfel). |
| Wüsten und Steppen des tropischen Nordafrika, Vorderasien, Arabien, Indien, Pakistan. |
| Die Koloquinte ist eine ausdauernde Pflanze mit krautigen, niederliegenden Stengeln und langgestielten, herzförmigen Blättern mit stumpfen oder buchtig gezähnten Lappen. Die schwammige, bitter schmeckende Frucht erreicht die Grösse eines Apfels (bis 10 cm). |
| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
| Fructus Colocynthidis (syn. Colocynthidis fructus, Colocynthis); Koloquinthen (syn. Koloquinthenäpfel), die von der äusseren harten Fruchtschale befreiten reifen Früchte. Die Droge ist giftig! |
| WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE |
Cucurbitacine (0,6-2 %, tetracyclische Triterpene und ihre Glykoside, unter anderem Citrullol, Cucurbitacin E, I und B), Phytosterole, Fette, Fruchtsäuren.
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| Die Cucurbitacine hemmen die mitotische Zellteilung und wirken daher cytotoxisch. |
| Früher als drastisches Laxans, unter amderem auch bei Ödemen und Hydrops, seltener bei Gicht, Rheuma und Neuralgien. Die Droge führt bei Überdosierung zu Entzündungen des Magen-Darm-Traktes, der Niere und Blase. Extrakte der Droge wurden zur Wanzen- und Mottenbekämpfung eingesetzt. |
Citrullus colocynthis (syn. Colocynthis), die geschälten, entkernten Früchte.
Anwendungsgebiet: Magen-, Darm- und Gallen-Koliken, Dysmenorrhoe, Neuralgien. |
| Die Frucht der im Mittelmeerraum wild wachsenden Pflanze war den antiken Ärzten bekannt, Plinius und Dioskurides erwähnen sie in ihren Schriften. Bei den Arabern war die Droge sehr gebräuchlich, und sie haben sie im Mittelmeergebiet auch verbreitet. Der Gattungsname Citrullus wurde wegen der den Orangen ähnlichen Früchte geprägt. Colocynthidis war der bereits im klassischen Altertum gebäuchliche Name für die Pflanze. Die getrockneten Früchte gehören zu den uralten Abführmitteln, ihre Nennung erfolgte bereits im Alten Testament. |
| Letzte Änderung: 01.10.2009 / © W. Arnold |
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Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004. |
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A. Poletti; H. Schilcher; A.Müller: HEILKRÄFTIGE PFLANZEN, Walter Hädecke Verlag, (1982). ISBN 3-7750-0104-2. |
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Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. |
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M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002. |
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H. Schilcher: Kleines Heilkräuter-Lexikon; Walter Hädecke Verlag, 1999; ISBN 3-7750-0316-9. |
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Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008. |
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Wikipedia; Freie Enzyklopädie. |
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L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988. |
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Ordnung
Familie
Gattung
Art |
Cucurbitales
Cucurbitaceae
Citrullus
Koloquinte
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Wiss. Bez. |
Citrullus colocynthis |
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Die Samen der Pflanze sind ölreich und können unbeschadet verzehrt werden. |
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Die Wirkstoffe gehen in Harn und Muttermilch über und können bei Schwangeren zum Abort führen |
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