| HEILPFLANZEN |
Cimicifuga racemosa - Traubensilberkerze |
Cimicifuga racemosa (syn. Actaea gyrostachya, A. orthostachya, A. monogyna, A. racemosa, Botrophis acteaoides, Botrophis serpentaria, Cimicifuga serpentaria, Macrotis octroides, M. racemosa, M. serpentaria);

Traubensilberkerze (syn. Frauenwurzel, Langtraubiges Christophskraut, Nordamerikanische Schlangenwurzel, Schwarze Schlangenwurzel, Wanzenkraut).
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| Kanada und nordöstliche USA; Drogenmaterial stammt überwiegend aus Wildsammlungen der erwähnten Ländern. |
| Mehrjährige, bis zu 2 m hohe Pflanze mit großen, doppelt gefiederten Blättern und kleinen weißen Blüten in einer langen Traube. Manchmal (wie bei mir) als schöne Gartenpflanze verwendet. |
| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
Cimicifugae racemosae rhizoma (syn. Radix Actaeae racemosae, (Rhizoma) Actaeae racemosae, Radix Christophorianae americanae, Radix Cimicifugae racemosae, Radix Serpentariae racemosae, Rhizoma Cimicifugae);

Cimicifuga-Wurzelstock (syn. Frauenwurzel, Nordamerikanische Schlangenwurzel, Traubensilberkerzen-Wurzelstock, Wanzenkrautwurzel), der getrocknete, nach der Fruchtreife gesammelte Wurzelstock mit den Wurzeln. |
| WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE |
Triterpenglykoside vom Cyclartenoltyp (unter anderem Actein) und Cimicifugosid, Harzfraktion Cimicifugin, ferner die Alkaloide Cytisin und Methylcytisin, Flavonoide (unter anderem das Isoflavon Formononetin).
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| Die östrogenähnlichen Wirkungen der Traubensilberkerze werden gewöhnlich auf die Isoflavone und Triterpene zurückgeführt. Anscheinend moduliert die Droge selektiv den Ostrogenrezeptor. Sie unterdrückt möglicherweise die Aktivität des luteinisierenden Hormons. Actaeinhaltige Extrakte sind krampflösend, gefäßerweiternd und blutdrucksenkend. Kontrollierte Studien (jedoch ohne Doppelblindversuch) ergaben Hinweise auf eine Wirksamkeit bei Wechseljahressymptomen der Frau. Eine neuere Studie konnte keine Wirksamkeit gegen Hitzewallungen etablieren. |
| Behandlung von prämenstruellen und Menopauseproblemen, die mit neurovegetativen beschwerden einhergehen. Ferner Bestandteil von Stärkungsmitteln und Hustenpräparaten sowie zur Behandlung von Rheuma, Chorea (durch unkoordinierte Bewegungen charakterisiertes Nervenleiden), Schwindel und Ohrensausen. |
Cimicifuga racemosa HAB1, der frische Wurzelstock mit den anhängenden Wurzeln.

Anwendungsgebiete: Rheumatischer und wirbelsäulenbedingter Muskelschmerz, Krampfschmerz des Herzens, des Magen-Darm-Traktes, der Gallenblase und im Bereich der weiblichen Geschlechtsorgane, besonders Wechseljahresbeschwerden, nervöse Erregungs- und depressive Verstimmungszustände. |
| Der Gattungsname Cimicifuga ist aus dem lateinischen cimex (Wanze) und fuga (Flucht) zusammengesetzt, während racemosa (lat. racemosus, Traube) auf dem traubigen Blütenstand hinweist. Die Pflanze wurde schon seit langer Zeit von den Einheimischen Nordamerikas als Mittel gegen Schlangenbiss und zur Erleichterung der Geburt genutzt. |
| Letzte Änderung: 26.05.2010 / © W. Arnold |
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Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004. |
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A. Poletti; H. Schilcher; A.Müller: HEILKRÄFTIGE PFLANZEN, Walter Hädecke Verlag, (1982). ISBN 3-7750-0104-2. |
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Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. |
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M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002. |
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H. Schilcher: Kleines Heilkräuter-Lexikon; Walter Hädecke Verlag, 1999; ISBN 3-7750-0316-9. |
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Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008. |
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Wikipedia; Freie Enzyklopädie. |
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L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988. |
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Ordnung
Familie
Unterfamilie
Gattung
Art |
Ranunculales
Ranunculaceae
Ranunculoideae
Actaea
Trauben-Silberkerze
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Wiss. Bez. |
Cimicifuga racemosa |
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Patienten mit hormonabhängigen Tumoren (auch Schwangere und stillende Mütter) sollten die Droge nicht anwenden. Keine Langzeiteinnahme (mehr als 3 Monate). Bei Einnahme von mehr als 5 g Droge können Vergiftungssymptome auftreten. |
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Es sind Nebenwirkungen (Leberschädigungen) bekannt.. Cimicifuga-haltige Arzneimittel müssen ab dem 1. September 2009 einen entsprechenden Warnhinweis tragen. |
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