| HEILPFLANZEN | Centaurea cyanus - Kornblume |
| Centaurea cyanus (syn. Cyanus arvensis, C. segetum, C. vulgaris); Kornblume (syn. Blauchrut, Blaue Kronblume, Blaumützen, Hunger, Kaiserblume, Kornmutter, Kornbeisser, Kornfresser, Kreuzblume, Schannelke, Trämpsen, Tremisse). |
Botanische Familie: Asteraceae |
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| VORKOMMEN |
| Europa und der Nahe Osten; wichtiges Getreideunkraut, durch Saatgetreide mittlerweile weltweit verbreitet, heute durch die modernen Methoden der Unkrautbekämpfung selten geworden. |
| MERKMALE |
| Einjährige, bis 50 cm hohe Pflanze. Die Blütenköpfchen sind gewöhnlich leuchtend kornblumenblau; es treten jedoch auch weisse und rosafarbene Formen auf. |
| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
| Die getrockneten Blüten; die Arzneibücher unterscheiden zwischen Drogen, die nur aus den Strahlenblüten oder aus Strahlen- und Röhrenblüten bestehen, (beide als Cyani flos bezeichnet). Wenn die Blütenköpfe als Schmuckdroge dienen sollen, müssen sie im Dunkeln getrocknet werden, damit sie nicht ausbleichen. Die Laubblätter werden kaum verwendet. |
| WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE |
Vermutlich sind Anthocyane (Anthocyanidinglykoside) und Sesquiterpenlactone (unter anderem Cnicin) die aktiven Inhaltsstoffe. Ferner kommen Polyacetylene und Flavonoide vor. |
| PHARMAKOLOGIE |
| Die Anthocyane werden vorwiegend als natürliche Farbstoffe genutzt, besitzen jedoch gewisse antibakterielle und antioxidative Effekte. Für die unterschiedlichen traditionellen Indikationen gibt es keine wissenschaftlichen Belege. |
| ANWENDUNG |
| Vorwiegend als Schmuckdroge in Kräutertees, ferner traditionell in einer Lotion gegen Augenreizungen. Viele traditionelle Indikationen sind überliefert, z. B. als Aufguss zur Verdauungsförderung, zur Linderung von Gallenblasen-, Leber- und Nierenbeschwerden, ferner bei Menstruationsbeschwerden und zur Steigerung der Abwehrkräfte. Ausserlich: zur Reinigung von infizierten Wunden und als Haarspülung. Früher verwendete man eine Abkochung der Blätter bei Rheuma. |
| ANMERKUNG |
| Cyanidin, eines der häufigsten violetten Blütenpigmente wurde zuerst aus Centaurea cyanus isoliert und danach benannt. |
| Letzte Änderung: 06.10.2008 / © W. Arnold |