| HEILPFLANZEN |
Camellia sinensis - Tee, Teestrauch |
| Camellia sinensis (syn. Camellia asamica, C. bohea, C. chinensis, C. oleosa, C. thea, C. viridis, Thea bohea, T. cantonensis, T. chinensis, T. cochinchinensis, T. grandiflora, T. macrophylla, T. oleosa, T. parviflora, T. sinensis, T. stricta, T. viridis, Theaphylla assamica, T. cantonensis, T. lanceolata, T. laxa, T. viridis); |
| Tee wächst wild in subtropischem Monsunklima mit feuchten, heissen Sommern und relativ trockenen, kühlen Wintern. Das Verbreitungsgebiet reicht vom Süden Japans und Koreas über die Südhälfte Chinas bis nach Nordost-Indien. Nach Süden ist die Teepflanze noch weiter nach Laos, Myanmar, Thailand und Vietnam verbreitet. Sie wächst im Unterholz immergrüner Wälder. Durch die lange Geschichte der Verwendung durch Menschen ist das natürliche Areal nicht mehr genau zu bestimmen. |
| Grosser Strauch mit ledrigen, glänzend dunkelgrünen Blättern und weissen Blüten. Die Kamelie ist nahe verwandt. |
| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
Theae folium (syn. Folia Theae, Folium Theae) -Teeblatt (syn. Tee), die Blätter des Teestrauches, die nach der Ernte einer Spezialbehandlung unterworfen wurden und regional unterschiedliche Produkte liefern. Sorten:

a) Grüner Tee - (syn. Theae viridis folium). Die frischen Teeblätter werden für einige Minuten erhitzt (Inaktivierung der Enzyme), maschinell gerollt (ca. 30 Minuten), getrocknet, erneut gerollt und an der Sonne getrocknet. Dieser Tee liefert sehr helle, klare, bitter schmeckende Aufgüsse.

b) Schwarzer Tee - (syn. Theae nigrae folium, Chinesischer Tee, Orange Pekoe). Die frischen Blätter werden angewelkt und teilweise getrocknet, zur Zerstörung der Zellstrukturen gerollt und einer Autolyse (Fermentation) unterworfen. Dabei bilden sich Farb- und Aromastoffe, der Gehalt an freien Aminosäuren, organischen Säuren und Coffein steigt. Danach wird das Produkt rasch bei hohen Temperaturen getrocknet und der Tee durch Ausssieben sortiert. Von C. sinensis var. assamica, einem in tropischen Gebieten bevorzugten Strauch, wird der Assam-Tee gewonnen.

c) Oolong-Tee - Dabei handelt es sich um halbfermentierten Tee, der an der Oberfläche eine schwarze und im Inneren eine grüne Färbung aufweist. Dieses Sorte hat als Droge sowie für den Welthandel kaum Bedeutung.

d) Weisser Tee - keine gedämpften oder fermentierten, jedoch gerollte und getrocknete Teeblätter. |
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| WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE |
Purinalkaloide (2-4% Coffein, früher auch als Thein/Tein bezeichnet, Theobromin, Theophyllin), Polyphenole (bis zu 25 % Catechinderivate in unfermentiertem Tee, in Schwarzem Tee vor allem Thearubigenine, Theoflavine), Flavonoide, Phenolcarbonsäuren, Aminosäuren, Carotinoide, Triterpenestersaponine vom Oleanan-Typ, Mineralstoffe, v.a. Fluorid, Aluminium und Mangan sowie äther. Öl.
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| Gerbstoffe treten in Wechselwirkung mit Proteinen und sind adstringierend; die durchfallhemmende Wirkung von Schwarztee geht auf sie zurück. Auch die antioxidativen, antimutagenen und harntreibenden Effekte werden den Gerbstoffen und anderen phenolischen Verbindungen zugeschrieben. Tee soll die Resorption von Cholesterol hemmen. Die stimulierende Wirkung beruht auf Coffein, das die Adenosin-Rezeptoren und die Phosphodiesterase hemmt. |
| Vorwiegend als Getränk, jedoch auch medizinisch hei leichtem akutem Durchfall und funktioneller Schwäche. Grüntee wird als Antioxidans und Diuretikum verwendet, er gilt als antimutagen und antikarzinogen. |
| ZUBEREITUNG UND DOSIERUNG |
| Der Aufguss wird als „Tee” getrunken; Extrakte sind Bestandteil vieler kommerzieller Zubereitungen. |
Thea sinensis HAB34, die getrockneten Zweigspitzen mit den jüngsten Blättern und Blüten.
Anwendungsgebiet: Magenschwäche, Herz- und Kreislaufstörungen, Kopfschmerzen, Erregungszustände, Verstimmungszustände. |
| In dem altchinesischen Buch "Pen-tso" wird der Teestrauch 2700 v.Chr. zur Zeit des Kaisers Shen-Nung erwähnt. In der japanischen Literatur wird die Droge erstmals 729 erwähnt, die Ursprünge gehen auf chinesische Lieferungen zurück. Der arabische Reisende Ibn Wahab berichtet 851 aus China von dem dort bereiteten Aufguss aus den Teeblättern. Nach Europa kam die erste Kunde über Venedig um 1550 und in deutschen Apotheken findet man die Droge etwa 50 Jahre später zu fast unerschwinglichen Preisen. Die Holländer führten den Tee mit ihrer Ostindien-Kompanie in grösseren Mengen ab 1610 in ganz Europa ein, der Verbrauch als Genussmittel ist seit dem 19. Jh. in ständigem Steigen begriffen. |
| Letzte Änderung: 24.03.2011 / © W. Arnold |
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Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004. |
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A. Poletti; H. Schilcher; A.Müller: HEILKRÄFTIGE PFLANZEN, Walter Hädecke Verlag, (1982). ISBN 3-7750-0104-2. |
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Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. |
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M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002. |
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H. Schilcher: Kleines Heilkräuter-Lexikon; Walter Hädecke Verlag, 1999; ISBN 3-7750-0316-9. |
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Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008. |
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Wikipedia; Freie Enzyklopädie. |
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L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988. |
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Wikipedia |
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Ordnung
Familie
Gattung |
Ericales
Theaceae
Camellia
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Wiss. Bez. |
Camellia sinensis |
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Tee wirkt anregend (Adenosinrezeptor-Antagonismus durch die Purinalkaloide), positiv inotrop, vasokonstriktorisch, antiinflammatorisch und diuretisch. |
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Tee stellt keine offizinelle Droge dar, sondern gilt als Genussmittel und darf deshalb auch nicht von Apotheken abgegeben werden. |
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Traditionelle Medizin
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