HEILPFLANZEN
Brugmansia [früher Datura] suaveolens, Brugmansia [früher Datura] sanguinea und andere Brugmansia-Arten)
Engelstrompeten
 
Datura, Engelstrompete
Datura, Engelstrompete
Datura, Engelstrompete
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VORKOMMEN
Herkunftsland Peru und Chile. Inzwischen als Zierpflanze auch in Europa verbreitet. Verträgt keinen Frost. Bis zu 5 m hoher baumartiger Strauch.
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Die Engelstrompete ist eine Freilandpflanze, die mitunter auch in Gärten oder als einzel­stehende Balkonpflanze anzutreffen ist. In Blumenläden und auf Märkten werden eng verwandte Sorten unter der Bezeichnung Brugmansia angeboten. Im Handel sind ge­gen­wärtig Datura candida, Datura suavolens und Datura sanguinea (gelb-rot) zu finden.
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MERKMALE
Engelstrompeten sind 2 bis 5 Meter hohe Sträucher oder Bäume. Die grossen Blätter können behaart oder unbehaart sein, die Formen variieren zwischen eiförmig, elliptisch, eiförmig-elliptisch, eng elliptisch, linear gestreckt. Der Blattrand kann ganzrandig, ge­zähnt oder buchtig-flatterig sein. Sie sind an beiden Enden verjüngt, die Spitze ist spitz bis zugespitzt, die Basis ist abgerundet, oftmals dabei unsymmetrisch. Die Grösse der Blätter beträgt 10 bis 23 (25) × 4 bis 11 cm. Die Blattstiele sind 2,5 bis 8 (15) cm lang.
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DROGEN (verwendete Pflanzenteile)
Alle Organe (Wurzel, Blätter, Blüten) enthalten Tropanalkoide. Eine Blüte enthält ca. 0.65 mg Scopolamin und ca. 0.2 mg Atropin.
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WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE
Tropanalkoide mit den Hauptalkaloiden Scopolamin (bis zu 80%), Hyoscamin, Atropin. Diese wirken zentralerregend oder zentralsedierend und beeinflussen peripher Kreislauf und Vegetativum.
Atropin, Scopolamin; Hyoscyamin
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PHARMAKOLOGIE
siehe Datura stramonium
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ANWENDUNG
Die Pflanze wird nicht als Heilpflanze verwendet. Früher wurde sie zur Gewinnung von Scopolamin angebaut.
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SONSTIGES
Die Engelstrompete wurde und wird wie viele Pflanzen die psychotrope Inhaltsstoffe besitzen, auch als gefährliches Rauschmittel eingesetzt (Biodroge). Wegen epidemi­schem Missbrauchs, wurde in Florida vor wenigen Jahren die Anpflanzung von Brug­man­sia-Arten auf öffentlich zugänglichen Grund verboten. Auch in Deutschland hat es nach einschlägigen Fernsehberichten schon Massenvergiftungen gegeben.
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Letzte Änderung: 21.03.2011 / © W. Arnold
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Spacer Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004.
Spacer A. Poletti; H. Schilcher; A.Müller: HEILKRÄFTIGE PFLANZEN, Walter Hädecke Verlag, (1982). ISBN 3-7750-0104-2.
Spacer Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg.
Spacer M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002.
Spacer H. Schilcher: Kleines Heilkräuter-Lexikon; Walter Hädecke Verlag, 1999; ISBN 3-7750-0316-9.
Spacer Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008.
Spacer Wikipedia; Freie Enzyklopädie.
Spacer L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988.

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Spacer Wikipedia
Spacer Wenn Engelstrompeten durchs Hirn rauschen (PDF, 22 KB)

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Datura, Engelstrompete
Datura, Engelstrompete

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  Ordnung
Familie
Gattung
Solanales
Solanaceae
Engelstrompeten
  Wiss. Bez. Brugmansia

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Spacer Im gesamten Andenraum, mit Aus­nahme des südlichsten Teil Chiles, sind ethnobotanische Verwend­ungen verschiedener Brugman­sia-Arten bekannt, dabei variiert die Zubereitung und Anwendung sehr stark. Im Amazonasbecken wird Brugmansia suaveolens unter dem Namen toa in begrenzten Rahmen für medizinische Zwecke eingesetzt. Rein halluzinogene Anwendungen sind überwiegend aus dem west­lichen Teil Südamerikas bekannt.

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Spacer Die Pflanze ist stark giftig! - schon kleinste Mengen können nach Literaturangaben zu Symptomen führen.


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