| HEILPFLANZEN |
Bellis perennis - Mehrjähriges Gänseblümchen |
| Bellis perennis L. - Mehrjähriges Gänseblümchen (syn. Massliebchen, Tausendschön, Marlinen, Möppelchen, Himmelblume, Katzenblume, Bleichblume, Märzresel, Peterblümchen), |
| Die Gattung der Gänseblümchen besteht aus etwa 15 Arten, die ihren Verbreitungsschwerpunkt im Mittelmeerraum haben. Lediglich Bellis perennis ist aus dieser Gattung heute auch in Mitteleuropa und Nordeuropa zu finden. Bevorzugte Standorte sind Weiden, Parkrasen und Gärten auf nährstoffreichem Untergrund, bewachsene Bahndämme; ein regelmässiger Schnitt ist erforderlich, da die Gräser und Wildblumen sonst die niedrig wachsenden Gänseblümchen überwuchern. |
| Das Gänseblümchen ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist 4 bis 15 Zentimetern erreicht. Am kurzen, aufrechten Rhizom befinden sich faserige Wurzeln. Die in einer dichten Blattrosette zusammen stehenden Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Jede Blattrosette bringt von März bis November ununterbrochen aufsteigende bis aufrechte, blattlose Blütenstandsschäfte mit einzeln stehenden Blütenkörbchen hervor. |
| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
1. Bellidis flos (syn. Flores Bellidis); Gänseblümchenblüten, die während der Blütezeit gesammelten Infloreszenzen sowie

2. Bellidis herba (syn. Herba Bellidis); Gänseblümchenkraut. |
| WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE |
Triterpensaponine bisdesmosidischer Struktur mit Bayogenin und Polygalasäure als Sapogeninen und D-Glucose, D-Fucose, L-Rhamnose und D-Xylose als Monosaccharidbausteinen, ferner Flavonoide, unter anderem 7-O-β-D-Glucopyranosylapigenin und 3-O-β-D-Glucopyranosylkämpferol sowie Inulin, Bitterstoffe und geringe Mengen ätherisches Öl.
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| Innerlich und äusserlich wird Bellis perennis bei Dermathopathien wie Furunkulose, Eiterungen und schwer heilenden Exanthemen gegeben. Gleichfalls wird es zur Hustenlösung, als fieber- und entzündungswidriges Mittel und als Mittel gegen Dysmenorrhöe und Amenorrhöe, Kopfschmerzen, Schwindelanfällen und Schlaflosigkeit verwendet. Die Wirksamkeit der Droge bei den genannten Anwendungsgebieten ist nicht belegt. |
| ZUBEREITUNG UND DOSIERUNG |
| Teezubereitung: Zwei Teelöffel (ca. 1,5 g) werden mit eineinhalb Teegläsem kaltem Wasser angesetzt. Nach achtstündigem Ziehen wird der Extrakt während des Tages getrunken. |
Bellis perennis HAB1, die frische, ganze blühende Pflanze.
Anwendungsgebiet: Blutungen, Blutergüsse, Muskelschmerzen nach Verletzungen und Überanstrengungen, rheumatische Beschwerden, Hauterkrankungen. |
| Der wissenschaftliche Name ist vom lateinischen geprägt, nämlich bellus (hübsch, schön) und perennis (ausdauernd) und bezieht sich darauf, dass die Pflanze über das ganze Jahr blüht. Der deutsche Name Gänseblümchen weist auf einen bevorzugten Standort der Pflanze hin, nämlich die Weideplätze von Gänsen. In der nordischen Mythologie war das Gänseblümchen der Göttin des Frühlings und der Auferstehung, der Ostara, geweiht und im späteren christlichen Zeitalter der Jungfrau Maria, aus deren Tränen es auf der Flucht nach Ägypten entstanden sein soll. Im Mittelalter war die Droge ein geschätztes Heilmittel. So empfiehlt, z.B. Fuchs (1543) in seinem Kräuterbuch das "kleine Massliebchen" als Wundheilmittel, bei Gicht, Hüftweh und Kropf. |
| Letzte Änderung: 15.03.2011 / © W. Arnold |
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Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004. |
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A. Poletti; H. Schilcher; A.Müller: HEILKRÄFTIGE PFLANZEN, Walter Hädecke Verlag, (1982). ISBN 3-7750-0104-2. |
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Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. |
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M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002. |
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H. Schilcher: Kleines Heilkräuter-Lexikon; Walter Hädecke Verlag, 1999; ISBN 3-7750-0316-9. |
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Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008. |
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Wikipedia; Freie Enzyklopädie. |
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L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988. |
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Ordnung
Familie
Gattung |
Asterales
Asteraceae
Bellis
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Wiss. Bez. |
Bellis perennis |
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Die Blüten können auch im Salat verwendet werden. Am besten schmecken die jungen Blättchen aus dem Inneren der Rosette. Auch die Blüten sind essbar. |
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Das Gänseblümchen ist einer der ersten Frühlingsboten und es heisst, wer die ersten drei Gänseblümchen im Frühjahr isst, wird das restliche Jahr von Zahnschmerzen, Augenbeschwerden und Fieber verschont. |
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