| HEILPFLANZEN |
Artemisia dracunculus - Estragon |
Artemisia dracunculus L. (syn. Artemisia inodora, A. redowskyi, Oligosporus condimentarius);

Estragon (syn. Dragon, Escadronkraut).
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| Oestliches Russland, Mongolei, kultiviert und verbreitet in Europa. |
| Es ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 60 bis 150 cm erreicht. Die zahlreichen schwach behaarten lanzettförmigen Blätter sind ungestielt, ganzrandig und schwach gesägt. Der selten blühende Estragon hat gelbe kleine Blüten, die in Rispen stehen |
| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
Artemisia-dracunculus-Kraut (syn. Dracunculi herba, Herba Dracunculi);

Estragonkraut (syn. Dragonkraut), das zur Blütezeit gesammelte, vorsichtig getrocknete Kraut. |
| WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE |
Aetherisches Öl (0,25-3,1 %, sehr komplex, enthält meist Monoterpene, Zusammensetzung sehr von der Herkunft abhängig). Ferner Flavonolglykoside, das lipophile Flavon 5,3'-Dihydro-7,4'-dimethoxyflavon sowie Cumarine, unter anderem Herniarin und Scopoletin sowie Isocumarine, u.a. Artemidin, Artemidinal und Artemidinol.
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| Volkstümlich als appetitanregendes Mittel. Im Haushalt als Gewürz, unter anderem zur Herstellung von Kräuteressig. |
| Estragon (regional Bertram) gilt als das einzige traditionelle deutsche Küchengewürz, das von den Römern noch nicht verwendet wurde. Die ältesten Hinweise über seine Verwendung stammen aus dem zweiten vorchristlichen Jahrtausend aus China. Später würzten die Araber damit ihre Speisen. Ob sie den Estragon selbständig in Kultur nahmen oder ob sie ihn von den Chinesen übernahmen, ist nicht zu entscheiden. |
| Letzte Änderung: 16.06.2010 / © W. Arnold |
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Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004. |
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A. Poletti; H. Schilcher; A.Müller: HEILKRÄFTIGE PFLANZEN, Walter Hädecke Verlag, (1982). ISBN 3-7750-0104-2. |
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Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. |
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M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002. |
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H. Schilcher: Kleines Heilkräuter-Lexikon; Walter Hädecke Verlag, 1999; ISBN 3-7750-0316-9. |
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Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008. |
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Wikipedia; Freie Enzyklopädie. |
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L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988. |
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Ordnung
Familie
Unterfamilie
Gattung
Art |
Asterales
Asteraceae
Asteroideae
Artemisia
Deutscher Estragon
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Wiss. Bez. |
Artemisia dracunculus |
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Estragon ist eine wichtige Pflanze in der französischen Küche. So entsteht beispielsweise die Sauce béarnaise oder die Sauce tartare mit Estragon. Auch Estragonessig ist in vielen Küchen beliebt. |
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Der Begriff Estragon stammt vom arabischen/persischen Wort tarhun/tarchun. Zur Zeit der Kreuzzüge kam der Begriff dann nach Europa; |
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