| HEILPFLANZEN |
Antennaria dioica - Gemeines Katzenpfötchen |
Antennaria dioica (syn. Cyttorium dioicum, Gnaphalium dioicum);

Gemeines Katzenpfötchen (syn. Immortelle, Ruhrkraut, Strohblume, Sandstrohblume) |
| Bevorzugt auf Magerrasen der gemässigten und kalten Gebiete Europas, Asiens und Nordamerikas. Das Gewöhnliche Katzenpfötchen steigt bis in Höhenlagen von 2400 Meter, wobei die subalpinen bis alpinen Höhenstufen vorrangig besiedelt werden In der Ebene gilt der Bestand als rückläufig. |
| Kleines, zweihäusiges ausdauerndes Kraut, 5 bis 20cm hoch. Wurzelstock verholzt, etwa 1,5 bis 2 mm im Durchmesser, oberirdisch ziemlich dicht beblätterte dünne Ausläufer treibend, die sich später bewurzeln. Stengel aufrecht, flockig graufilzig, nur oberwärts verzweigt. Drei bis zwölf, 5 bis 8 Millimeter breite Blütenkörbe befinden sich in endständigen, traubigen Blütenständen (Trugdolde). Die länglichen oder lanzettlichen, in einer Spitze endenden Hüllblätter der weiblichen Köpfchen sind rosafarben bis purpurrot, die breiten Hüllblätter der männlichen besitzen stumpfe Spitzen und sind weisslich bis rosa gefärbt. |
| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
Antennariae dioicae flos - (syn. Flores Antennariae dioicae, Flores Gnaphalii albi (rubri), Flores Gnaphalii rubri, Flores Pedis Cati, Flores Pilosellae albi, Pedis Cati Flos);

Katzenpfötchenblüten (syn. Ruhrkrautblüten, weisse oder rote Immortellen) weisse Immortellen, die getrockneten Blütenköpfchen. |
| WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE |
Insbesondere Flavonoide, unter anderem Isosalipurposid, ein Chalcon, das die gelbe Farbe der Hüllkelchblätter bedingt, ausserdem Naringin, Helichrysin A und B, Kämpferolglykoside, Apigenin und 7-O-β-D-Glucosylapigenin, 7-O-β-D-Glucosylluteolin und 4'-O-β-D-Glucosylluteolin sowie 3,5-Dihydroxy-6,7,8-trimethoxflavon. Ferner geringe Mengen an ätherischem Öl (0,05 %), an Cumarinen und die gelb gefärbten Pyranonderivate Arenol und Homoarenol.
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| Verwendet wird die Droge vor allem wegen der ihr nachgesagten galleabsondemden Wirkung bei chronischen Affektionen der Gallenwege. Die Droge wird ferner bei Erkrankungen der Luftwege, bei Husten, Luftröhrenentzündung und chronischer Bronchitis und bei mit Durchfällen einhergehenden Erkrankungen des Darms angewendet. Die Droge wurde früher ähnlich wie Drogen aus den nahen Gattungen Gnaphalium und Helichrysum ("Ruhrkräuter") verwendet. Die Droge soll auch wirksam sein bei rheumatischen Neuralgien, Lumbago und Ischias sowie bei Regelschmerzen. Als Infus oder Sirup wird die Droge bei zu geringer Hamausscheidung eingesetzt. Die Droge galt in Europa und Nordamerika auch als hilfreich zur unterstützenden Therapie bei verschiedenen Tumorerkrankungen. Die Droge wurde äusserlich bei Quetschungen und Wunden angewandt. Die Wirksamkeit bei den genannten Anwendungsgebieten ist nicht belegt. Gegen die Verwendung als Schmuckdroge bestehen jedoch keine Bedenken. |
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| Letzte Änderung: 20.02.2011 / © W. Arnold |
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Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004. |
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Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. |
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M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002. |
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Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008. |
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Wikipedia; Freie Enzyklopädie. |
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L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988. |
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Ordnung
Familie
Gattung |
Asterales
Asteraceae
Antennaria
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Wiss. Bez. |
Antennaria dioica |
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Durch die Blütezeit wird es oft als Himmelfahrtsblümchen bezeichnet und gilt als Säurezeiger. Für Wildpflanzengärten ist das Gewöhnliche Katzenpfötchen gut geeignet. |
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Antennaria dioica gilt als besonders geschützte Pflanzenart. |
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