| HEILPFLANZEN |
Anchusa officinalis - Echte Ochsenzunge
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Anchusa officinalis (syn. Anchusa arvalis);

Echte Ochsenzunge (syn. Gemeine Ochsenzunge, Blutwurz, Liebäugel) |
| Im gesamten europäischen Raum auf trockenen Flächen, Brachen und Ruderalplätzen. |
| Die Gemeine Ochsenzunge ist eine ausdauernde, krautige Pflanze die Wuchshöhen zwischen 30 und 70. Sie verfügt über eine kräftige, bis zu 1,2 Meter tiefgehende, von schwarzen, faltigen Ringen bekleidete Pfahlwurzel. Die Laubblätter stehen spiralig, nur die unteren sind deutlich gestiel. Durch die Farbe ihrer Blüten in seltenem, dunklem Violett-Blau ist die Ochsenzunge ein derart schöne einheimische Wildblume, dass sie sich auch hervorragend als Zierpflanzen für den Garten eignet. |
DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
1. Anchusae flos - Ochsenzungenblüten, die getrockneten Blüten.

2. Anchusae herba - (syn. Herba Anchusae, Herba Buglossi); Ochsenzungenkraut, die getrockneten, zerkleinerten, oberirdischen Pflanzenteile.

3. Anchusae radix - (syn. Radix Anchusae, Radix Buglossi); Ochsenzungenwurzel, die getrocknete und zerkleinerte Wurzel. |
WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE |
1 . Anchusae flos - Flavonoide und Schleimstoffe.


2. Anchusae herba - Triterpensaponine (sog. Anchusoside), Flavonoide, Schleimstoffe und Pyrrolizidinalkaloide, unter anderem Lycopsamin.


3. Anchusae radix - Schleimstoffe, Allantoin, Gerbstoffe, Pyrrolizidinalkaloide.
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Für Pyrrolizidinalkaloide mit 1,2-ungesättigtem Grundgerüst sind hepatotoxische, mutagene, teratogene und carcinogene Eigenschaften dokumentiert. Obwohl nur Untersuchungen zu Retronecin vorliegen, sind aufgrund der weitgehend bekannten Struktur-Wirkungs-Beziehungen entsprechende Effekte auch für die in der Droge enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide zu vermuten. Untersuchungen mit Drogenzubereitungen liegen allerdings bislang nicht vor. |
1. Anchusae flos - In der Volksheilkunde bei Erkältungskrankheiten und Bronchitis.


2. Anchusae herba - In der Volksheilkunde unter anderem bei Nierenbeschwerden, Bronchitis, Magengeschwüren und rheumatischen Beschwerden. Wegen der toxischen Eigenschaften der vorhandenen Pyrrolizidinalkaloide ist die therapeutische Nutzung der Droge bedenklich.


3. Anchusae radix - Analog Anchusae herba. Wegen der enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide ist die therapeutische Nutzung bedenklich. |
| Der merkwürdige deutsche Name "Ochsenzunge" bezieht sich auf die rau behaarten Blätter, die an die raue Rinderzunge erinnern. |
| Letzte Änderung: 10.10.2010 / © W. Arnold |
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Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004. |
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Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. |
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M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002. |
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Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008. |
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Wikipedia; Freie Enzyklopädie. |
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L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988. |
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Familie
Gattung
Art |
Boraginaceae
Anchusa
Gemeine Ochsenzunge
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Wiss. Bez. |
Anchusa officinalis |
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Die Gewöhnliche Ochsenzunge wurde früher als Zierpflanze, aber auch ähnlich wie Borretsch als Gemüse (junge Blätter als Spinat oder Salat) angebaut. |
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Vergiftungsgefahr für den Menschen besteht bei der wiederholten Nutzung dieser Droge durch das Vorhandensein toxischer Pyrrolizidinalkaloide. Dauergebrauch sollte vermieden werden. |
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