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Eine Untersuchung britischer Forscher bestätigt, dass der seit
Jahrhunderten als Hausmittel verwendete Kamillentee
gesundheitsfördernde Bestandteile enthält. Bei Urintests mit Probanden,
die zwei Wochen lang täglich fünf Tassen des Getränks konsumiert hatten,
fanden sie erhöhte Werte für ein Abbauprodukt der in den Pflanzen
enthaltenen Phenole, von denen einige antibakterielle Wirkung entfalten.
Das könnte nach Ansicht der Wissenschaftler erklären, warum der Tee das
Immunsystem ankurbelt und bei Erkältungen hilft. Erhöhte Mengen von
muskelentspannendem Glycin wiederum sind offenbar Kamille der Schlüssel
dafür, warum Frauen mit Gebärmutterkrämpfen während der Periode von
Kamillentee profitieren. Dasselbe Glycin wirkt heilsam auf die Nerven –
ein Hinweis darauf, warum der Tee die innere Ruhe fördert und sanfter
Gelassenheit zum Sieg verhilft. Sogar noch zwei Wochen nach dem Ende der
Tests blieben die Urinwerte für die beiden Inhaltsstoffe erhöht. Zwar
halten die Chemiker vom Imperial College London weitere Studien für
notwendig, um die Segnungen des Tees zu beweisen. Doch von den ersten
Ergebnissen sind sie beeindruckt: „Das ist eine aus einer immer größer
werdenden Zahl von Untersuchungen, die uns zeigen, dass in Hausmitteln
tatsächlich Substanzen mit heilendem Potential stecken”, sagt
Studienleiterin Elaine Holmes. |