Arzneipflanze des Jahres 2005:
Der Gartenkürbis (Cucurbita pepo)

Der Gartenkürbis (Cucurbita pepo) ist die Arzneipflanze des Jahres 2005. Die auch als Arzneikürbis bekannte Nutzpflanze ergebe nicht nur schmackhafte Suppen, Eintöpfe und Gratins, auch ihr gesundheitlicher Nutzen sei eindeutig bestätigt, begründet der Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde an der Uni Würzburg seine Wahl. So würden etwa bestimmte Kürbissorten zur Linderung von Blasenproblemen eingesetzt.

"In der Steiermark, schätzt man beispielsweise das Kürbiskernöl", sagte der Sprecher des Auswahlgremiums, Ralf Windhaber. Dort wächst der Ölkürbis, eine Variante des Gartenkürbisses, dessen Samen fast schalenfrei sind und sich somit leichter pressen lassen. Schon diesem Speiseöl wird ein positiver Einfluss bei Problemen mit der Blase und dem Wasserlassen (Miktion) nachgesagt. "Und tatsächlich werden die Samen und daraus hergestellte Produkte als pflanzliche Arzneimittel in der Medizin gegen Reizblase und Miktionsprobleme verwendet", bestätigt Windhaber.

Der Arzneikürbis (Cucurbita pepo) ist ein Paradebeispiel dafür, dass Pflanzen nicht nur in alternativen Heilmethoden, sondern auch in der Schulmedizin eingesetzt werden. Die eigentliche Heimat des Kürbisses, der auch als Maskenkopf an Halloween herhalten muss, ist Mittel- und Südamerika. Dort wird er schon seit vielen tausend Jahren kultiviert und als Nahrungsmittel genossen. Inzwischen hat die Gattung Cucurbita mit ihren verschiedenen Arten, zu denen außer dem Gartenkürbis auch der Riesenkürbis und der Moschuskürbis gehören, in Europa eine zweite Heimat gefunden.

Quelle: http://www.gartentechnik.de