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Johanniskraut-Fertigpräparate haben sich in der Therapie depressiver
Verstimmungen zumindest in Deutschland einen festen Platz erobert. Ein Grund für diesen
Erfolg ist sicherlich die grosse Anzahl Plazebo-kontrollierter klinischer Studien, die
zeigen, dass Johanniskrautextrakte bei leichten und mittelschweren Depressionen gut
wirksam und gut verträglich sind. Allerdings wird in den letzten zwei
Jahren vermehrt über mögliche Wechselwirkungen von Johanniskrautpräparaten mit
verschiedenen anderen Arzneimitteln berichtet. Unter anderem wurde über ein
Absinken der Plasmaspiegel von Ciclosporin, Indinavir, oralen Kontrazeptiva und von
Antikoagulanzien des Cumarintyps berichtet. Weniger bedeutend erscheint dagegen die
klinische Relevanz der aufgrund pharmakokinetischer Messungen postulierten Interaktionen
mit Digoxin, Theophyllin und Amitriptylin. |