| HEILPFLANZEN | Aesculus hippocastanum - Rosskastanie |
| Aesculus hippocastanum (syn. Aesculus castanea, A. procera, Castanea equina, Hippocastanum vulgare); |
| Gemeine Rosskastanie (syn. Weisse Rosskastanie, Judenkest, Pferdekastanie, Rosskastanie, Wilde Kastanie). |
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VORKOMMEN |
| Europa, von Griechenland bis Skandinavien. |
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DROGE (verwendeter Pflanzenteil) |
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1. Hippocastani folium (syn.
Folium Hippocastani); Rosskastanienblätter, die getrockneten Blätter. |
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| INHALTSSTOFFE |
1. Hippocastani folium: Saponine, Cumarine (unter anderm Aesculin und Aesculetin), Flavonoide (u.a. Quercetin) und
Kaffeesäurederivate.
Die Samenschale enthält Proanthocyanidine (Oligomere von Epicatechin und Catechin) mit Procyanidin-B2 als Hauptkomponente. |
| ANWENDUNG / WIRKUNG |
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1. Hippocastani folium:
In der Volksheikunde bei Varizen, zur Unterstützung des venösen Ulcus, bei
Venenentzündung und Beinvenenthrombose sowie bei Hämorrhoiden. |
| PHARMAKOLOGIE |
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Aescin und Extrakte aus trockenen Samen besitzen ödemhemmende und venentonisierende (gefässabdichtende) Wirkung. Die Saponine und möglicherweise die Gerbstoffe aus Rosskastanie haben entzündungs- und ödemhemmende Aktivitäten. Sie erhöhen die Gefäßspannung und die Dichtigkeit der Kapillargefäße. |
| HOMÖOPATHIE |
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1. Aesculus
hippocastanum (syn. Aesculus) HAB1, die frischen geschälten Samen. Anw.: bes.
venöse Stauungsbeschwerden mit Folgeerkrankungen, unter anderem Hämorrhoiden, Lenden- und
Kreuzbeinschmerz. |
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| SONSTIGES |
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Der Name Aesculus wurde von Linné nach einer von römischen Schriftstellern als aesculus bezeichneten Eichenart geprägt. Die Herkunft des deutschen Namens "Rosskastanie" wird unterschiedlich beurteilt. In einer Version soll die Frucht mit dieser Bezeichnung gegenüber der echten Kastanie (Castanea sativa), der Marone, als minderwertiger unterschieden werden. Nach einer zweiten Version haben bes. türkische Soldaten während ihrer Besetzung in Südosteuropa ihre erkrankten Pferde mit Kastanien, gewissermassen als Expektorans, gefüttert, wodurch es zur deutschen Namensgebung gekommen sein soll. |
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