| HEILPFLANZEN |
Aconitum napellus - Blauer Eisenhut |
| Blauer oder Echter Eisenhut, Blaue Mönchskappe, Sturmhut, Teufelskappe |
| Bergregionen von West- und Mitteleuropa. Aconitum napellus und andere Arten werden häufig als Zierpflanzen kultiviert. Die Wurzelknollen werden auch aus Wildbeständen geerntet. In der europäischen Volksmedizin sind ferner A. anthora, A. ferox, A. vulparia und A. lycoctonum eingesetzt worden. Arten wie A. carmichaelii und A. kusnezoffii sind in der chinesischen Medizin wichtig (chuan wu und chao wu). |
| Mehrjährige Pflanze mit einer verdickten Wurzelknolle, aufrechten Blütentrieben, tief eingeschnittenen, gezähnten Blättern und traubigen Blütenständen. Auffällig sind die namengebenden, helmförmigen, meist dunkelblauen Blüten. |
| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
| Tubera Aconiti (syn. Aconiti tuber); Eisenhutknollen. |
| WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE |
Eisenhut enthält zahlreiche Diterpenalkaloide in Konzentrationen von 0,5–1,5% des Trockengewichtes.
Hauptinhaltsstoff ist Aconitin.
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| In toxischen Konzentrationen führt Eisenhut zu Taubheitsgefühlen, Herzrhythmusstörungen und zum Tod durch Atemstillstand. Aconitin öffnet die Nag-Kanäle, so dass die peripheren Nervenendigungen zuerst aktiviert und dann gelähmt werden. Es ist sehr lipophil und kann durch die Haut resorbiert werden |
| Verdünnte Tinkturen werden häufig in Fertigarzneimitteln und in der Homöopathie angewendet. In höheren Konzentrationen werden sie auch äusserlich zur Behandlung von Rheuma und Neuralgien eingesetzt. |
1. Aconitum napellus (syn. Aconitum) HAB1 und
2. A. napellus Rh (syn. Aconitum Rh) HAB1, die ganzen, frischen Pflanzen.
3. A. napellus e radice HAB34, die frischen Wurzelknollen mit den daran hängenden Wurzeln.

Anwendungsgebiet:
Zur Behandlung entzündlicher Prozesse des Nervensystems, des Herzens, des arteriellen Gefässystems sowie der weiblichen Geschlechtsorgane. Aconitum napellus Rh findet Anwendung in der anthroposophischen Therapie. |
| Die Droge wurde früher als Pfeilgift sowie zum Töten von Wölfen, Füchsen und menschlichen Feinden genutzt. Die Giftigkeit des Eisenhuts war bereits in der Antike bekannt und Extrakte daraus wurden zu Giftmorden benutzt. |
| Letzte Änderung: 18.08.2010 / © W. Arnold |
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Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004. |
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Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. |
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M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002. |
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Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008. |
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Wikipedia; Freie Enzyklopädie. |
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L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988. |
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Ordnung
Familie
Unterfamilie
Gattung
Art |
Ranunculales
Ranunculaceae
Ranunculoideae
Aconitum
Blauer Eisenhut
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Wiss. Bez. |
Aconitum napellus |
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Der Blaue Eisenhut ist eine jener Giftpflanzen, deren Substanzen während Jahrhunderten für Morde eingesetzt wurden. |
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Bei dem Umgang mit der Pflanze und deren Wurzelknollen ist grosse Vorsicht geboten, denn der Blaue Eisenhut ist die giftigste Pflanze Mitteleuropas. Die ganze Pflanze ist giftig, insbesondere die Wurzelknollen und die Samen. Das Gift dringt allein durch Berührung in die Haut ein, was zu Hautentzündungen und schweren Vergiftungen führen kann. |
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