HEILPFLANZEN
Acanthus mollis - Wahrer oder Weicher Bärenklau
Acanthus mollis - Wahrer oder Weicher Bärenklau
Acanthus mollis - Wahrer oder Weicher Bärenklau
Acanthus mollis - Wahrer oder Weicher Bärenklau
VORKOMMEN
Westliches und zentrales Mittelmeergebiet, Kanaren.
MERKMALE
Die vielgestaltigen, tannengrünen Blätter sind gross und an den Rändern mehr oder weniger stark gebuchtet oder gezackt, aber nicht bewehrt. Nicht verwechseln darf man sie mit dem Bärenklau (Heracleum): Acanthus-Blätter lösen keine allergischen Reaktionen aus und können unbedenklich berührt werden! Noch augenfälliger als die Blätter sind die Acanthus-Blüten, die gut einen Meter, bei älteren Pflanzen sogar doppelt so hoch, über die Blattkreise herausragen. Sie ähneln im Aufbau den Blütenständen von Lupinen oder Königskerzen. Zwischen grünen, an der Spitze rosafarbenen Tragblättern öffnen sich weisse Blütenlippen und bieten im Hochsommer ein prächtiges, mediterranes Schauspiel.
DROGEN (verwendete Pflanzenteile)
Herba Acanthae (syn. Herba Acanthi, Herba Brancae ursinae); Acanthusblätter (syn. Bärenklau)
WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE
Schleim, Gerbstoffe, Enzyme.
ANWENDUNG
Mucilaginosum (reizmindernd, erweichend, mild laxierend). Acanthus mollis ist bei Hämoptoe und Diarrhöe indiziert. Äusserlich kann er gegen Brandwunden und Podagra verwendet werden.
HOMÖOPATHIE
Acanthus mollis HAB34; Bärenklau, die frische, blühende Pflanze.
Anwendungsgebiet: Überfunktion der Talgdrüsen der Kopfhaut.
SONSTIGES
Der Gattungsname Acanthus ist vom griechischen akanthos = Stachel, Distel abgeleitet, da die meisten Arten der Gattung dornige Blätter besitzen. Der Artname (lat.: mollis = weich ) weist dabei auf die Ausnahme hin. Das Acantusblatt spielte im Altertum bes. in der Ornamentik eine bedeutende Rolle, z.B. in stilisierter Form an den korinthischen sowie an den späteren römischen Säulen.
Letzte Änderung: 07.08.2009 / © W. Arnold

 

 
Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004.
A. Poletti; H. Schilcher; A.Müller: HEILKRÄFTIGE PFLANZEN, Walter Hädecke Verlag, (1982). ISBN 3-7750-0104-2.
Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg.
M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002.
H. Schilcher: Kleines Heilkräuter-Lexikon; Walter Hädecke Verlag, 1999; ISBN 3-7750-0316-9.
Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008.
Wikipedia; Freie Enzyklopädie.
L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988.


Wikipedia


Acanthus mollis - Wahrer oder Weicher Bärenklau
Acanthus mollis - Wahrer oder Weicher Bärenklau
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  Ordnung
Familie
Unterfamilie
Gattung
Art
Lamiales
Acanthaceae
Acanthoideae
Akanthus
Weicher Bärenklau
  Wiss. Bez. Acanthus mollis


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Die Blätter des Akanthus (Acanthus mollis) sind tausendfach in Stein gemeisselt: Ihre Silhouetten dekorieren die Säulenenden korinthischer Tempel.